Kategorie: ‘Essen’

Kaffee zum Geh

Kaffee zum Geh
Montag, April 2nd, 2012

Die Vorherrschaft des Englischen treibt eigenartige Blüten. Mittlerweile scheint “Coffee to go” ein so gängiger Begriff zu sein, dass die Wiedergabe dieses Gedankens im Deutschen für erhebliche Schwierigkeiten sorgt. Anstatt es schlicht und ergreifend mit “Kaffee zum Mitnehmen” zu versuchen, wählt dieses Café im 12. Wiener Gemeindebezirk das poetische “Kaffee zum Geh”.

Ich hebe meine Kaffeetasse auf dieses schöne Bild. Besten Dank dafür an TG.

Desire for taste?!?

Desire for taste?!?
Donnerstag, Dezember 8th, 2011

So richtig daneben ist der Übersetzungsversuch der in Österreich nicht unbekannten Süßigkeiten-Firma Heindl. Aus dem deutschen Slogan “die Lust am Naschen” wird die unfreiwillig komische (weil weitestgehend unverständliche) bzw. aufgrund der sexuellen Konnotation von “desire” ziemlich peinliche Schöpfung “desire for taste”. Das kommt davon, wenn man selbst an den Übersetzungen rumbastelt. Die Schokolade wird doch auch nicht von planlosen Amateuren gemacht – oder?

Vielen Dank an Judy Jenner für dieses Fundstück.

Zum Vergrößern wie immer klicken.

Schwitzkäse-Strudel gefällig?

Schwitzkäse-Strudel gefällig?
Dienstag, September 13th, 2011

Auf der Speisekarte des “Biergartl” im Wiener Stadtpark gibt es leckeren “Schwitzkäse-Strudel”, gesehen von Melanie Manner.

Da es sich im deutschen Original um einen Topfenstrudel handelt, wäre auch “sweet cheese” (der dann durch einen falschen Buchstaben zu “sweat cheese” wurde) eine wenig passende Übersetzung. Topfen (für Nichteingeweihte: Quark) wird oft mit “curd cheese” übersetzt.

Zum Vergrößern bitte klicken.

Lieber mein Brownie

Lieber mein Brownie
Montag, September 5th, 2011

Hier ein schönes Beispiel aus Südkorea, an dem sich zeigt, dass die Syntax, also die Reihenfolge der Satzteile, alles andere als egal ist: Wo “my dear brownie” – zugegebenermaßen eine eigenartige Beschreibung – gemeint ist, liegt man mit “dear my brownie” leider daneben.

Hoffentlich schmeckt das Ding zumindest gut :)

Vielen Dank an FJS.

Nehmen vom Feuer und verschütten

Nehmen vom Feuer und verschütten
Montag, August 29th, 2011

Polenta, die ja ursprünglich aus Italien kommt, wird natürlich auch anderswo gerne gesessen und verkauft. So auch in Frankreich, wo allerdings der Übersetzungsversuch ins Deutsche die Gemüter erheitert. Lustig zu sehen, was bei einer wortwörtlichen Übersetzung aus dem Französischen ins Deutsche so rauskommt. Unter anderem: “2 Liter von Wasse”, “rühren bei hochem feuer bis wenn die Polenta sich verdichtet” und “nehmen Sie nach 2 Minuten vom feuer ab und verschütten”.

Ob es sinnvoll ist, das Ganze zu kochen, um es am Ende wieder zu verschütten, sei dahingestellt.

Ah, und nicht vergessen: im kühlem und trockem Platz halten.

Vielen Dank für diesen Leckerbissen an Sina Schurbaum.


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