Kategorie: ‘Essen’

Wo Güte gebacken wird

Wo Güte gebacken wird
Dienstag, November 24th, 2009

FJS hat diese schöne Verpackung von Reiskuchen aufgestöbert, auf der nicht unbescheiden behauptet wird: “We bake goodness”, also “Wir backen Güte”. Vermutlich war was anderes gemeint, etwa “Wir backen hervorragend”.

So oder so: Hoffentlich schmeckt’s!

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Apostrophitis in Istanbul

Apostrophitis in Istanbul
Donnerstag, November 5th, 2009

Hier wieder mal ein schöner Fall akuter Apostrophitis, gesehen von Franziska Riedler auf einer Speisekarte in Istanbul: Es gibt dort “Cold Starter’s”, “Hot Starter’s” – und natürlich auch “Dessert’s”.

Vermutlich ausgehend vom Genitiv-s im Englischen herrscht noch immer der Irrglaube, dass auch im Plural ein Apostroph gesetzt werden muss. Leider gilt nicht: Je öfter etwas falsch gemacht wird, desto richtiger wird es …

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In aller Munde: Heidelbeerdoping!

In aller Munde: Heidelbeerdoping!
Dienstag, November 3rd, 2009

Die Eiskarte eines österreichischen Autobahn-Restaurants preist “Heidelbeerdoping” an. Allerdings ist Doping auch in Österreich noch nicht legal. Andererseits ist es eben beinahe in aller Munde, ob Hobby- oder Profi-SportlerIn.

Gemeint wird wohl “Topping” sein – ein alles andere als nur feiner Unterschied :)

Vielen Dank für diese “Blüte” an Julia Oslansky.

Warme Salsa gefällig?

Warme Salsa gefällig?
Freitag, Oktober 16th, 2009

“Salsa caliente” verspricht dieses Fertiggericht, zu Deutsch: “warme Soße”. Blöderweise ist hier vermutlich keine warme, sondern eine scharfe Soße gemeint. Vermutlich handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen – “hot sauce”. Leider heißt “hot” sowohl “heiß” als auch “scharf”. Da hat dann jemand (oder eine Maschine?) eben einfach den erstbesten Eintrag im Englisch-Spanisch-Wörterbuch genommen und der war wohl: caliente. Richtig wäre: picante.

Ansonsten stellt sich nur noch die logistische Frage, wie denn eine Soße in der Packung so lange warm bleiben kann …

Gesehen im Supermarkt “Hofer” in Wien.

Farbzeugs im Essen

Farbzeugs im Essen
Donnerstag, Oktober 8th, 2009

Das Hotel NH in Berlin wartet mit netten selbst gebastelten Übersetzungsversuchen in der Speisekarte des Room Service auf. “Dye stuff” steht da als Vermerk bei bestimmten Gerichten. Gemeint ist “Farbstoff”. Das Problem:  “dye” heißt schon Farbe, wobei dieses Wort aber nur dann verwendet wird, wenn es sich um das Färben von Stoffen handelt. Besonders nett: Hier wurde ein zusammengesetztes Substantiv einfach in die Einzelteile zerlegt, diese dann einzeln katastrophal übersetzt und dann das Ganze wieder zusammengepappt (analog würde dann “Handschuh” zu “hand shoe”). “Stoff” wird hier – eh ganz logisch – zu “stuff”, also “Zeug(s)”. Des Rätsels Lösung: Wenn es sich um Speisen handelt, sollte korrekterweise von “artificial coloring” die Rede sein. Schade, dass eine internationale Kette wie NH sich der Komplexität von Sprachen und Übersetzungen nicht bewusst ist und auf die Dienste von Profis verzichtet.

Übrigens ist “conservation agent” für “Konservierungsstoff” natürlich auch grober Unfug. Korrekt wäre “preservatives”.


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