Kategorie: ‘Essen’

Hochzeitsmenüs des Jahres: Hexe-Insel stopfte Fischsuppe

Hochzeitsmenüs des Jahres: Hexe-Insel stopfte Fischsuppe
Mittwoch, Juli 13th, 2011

Wenn das nicht die ideale Location für eine Hochzeit ist! Dieses Restaurant in Budapest bietet wirklich alles, was das Herz begehrt, denn: “Wir sollen alle Gäste mit einem guten Gefühl abweichen lassen.” Auch die Räumlichkeiten klingen sehr viel versprechend:

“Unsere vollen Küstenzelte (von 16 mm bis 520 mm) mit Möbeln und Deckel konstruieren wir irgendwo.”

Wenn die Hochzeitsgäste dann eben bequem in einem Küstenzelt untergebracht sind, kann das Menü serviert werden!

Als Vorspeise gibt es “Teig der Gans-Leber mit einem Kopfsalat-Bündel und Zsindelyes Soße”, wahlweise gefolgt von “Leiste Heiratshühnerbrühe mit einem Schale-Gebäck und Gemüsepflanzen” oder “Hexe-Insel stopfte Fischsuppe”. Ich weiß, da fällt die Wahl wirklich schwer!

Als “Hauptkurs” ist Folgendes im Angebot:
Aufhänger-Leiste mit Safran-Soße und duftenden Buttergemüsepflanzen
Der Nutzen eines Zsindelyes Steaks, das auf eine Weise (magerer Speck, frischer grüner Paprika und Tomate, Pilz und mit einem Ente-Leber-Fischteich), Kartoffel mit einem Biskuitkuchen angezogen ist

Um das ausgefallene Mahl auch gut zu verdauen, bietet sich ein Schnaps an, etwa dieser: Fűsz-Traube von einer Gerbnadel. Prost!

Allerdings: Wer auf der Website die Unterseite “Programme” besichtigen will, muss sich in Geduld üben: “Wir fragen seine Geduld. Die Seite ist an einem Stillstand unter der Aufladung.”

Vielen lieben Dank für dieses Fundstück an Susanne Lenhart!

Veruntreuter Spargel in Argentinien

Veruntreuter Spargel in Argentinien
Dienstag, Juli 5th, 2011

Bestellt haben wir ihn nicht, aber interessant klang der “unterschlagene Spargel” auf der Speisekarte dieses absolut nicht empfehlenswerten Restaurants an der Plaza Serrano in Buenos Aires, Argentinien, allemal. Auf Spanisch handelt es sich um pochierten Spagel, was ja recht appetitlich klingt. Warum im Englischen das Verb “embezzle” verwendet wurde, was “unterschlagen” bzw. “veruntreuen” (und zwar zumeist Geld oder Gegenstände) bedeutet, ist nicht nachvollziehbar.

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Seagood auf dem Teller

Seagood auf dem Teller
Montag, Juli 4th, 2011

Hier bei einem koreanischen Buffet kommt “seagood” auf den Teller, was Sprachunkundige bestimmt sprachlos macht. Ein wenig auf die Sprünge hilft dann das Anschauungsmaterial: Es handelt sich um eine Art Omelette mit gebratenem Reis und Meeresfrüchten. Wie diese verunglückte Übersetzung ins Englische zustande kam, steht allerdings in den Sternen.

Gefunden von FJS – vielen Dank dafür!

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Ein Schriftstück als Beilage

Ein Schriftstück als Beilage
Sonntag, Juni 5th, 2011

Auf der Speisekarte des Wiener Naschmarktbeisl zeigt sich wieder mal eindrucksvoll, wie schief es gehen kann, beim Nachschlagen im Wörterbuch den erstbesten Eintrag zu verwenden. Denn: Das deutsche Wort “Beilagen” ist homonym, kann also mehrere Dinge bezeichnen, etwa ein beigefügtes Schriftstück, eine beigelegte Zusatzinformation in der Zeitung  oder eben das, was zu einem Hauptgericht serviert wird. Im Englischen gibt es allerdings für diese Bedeutungen unterschiedliche Wörter. Das Schriftstück ist eine “enclosure”, das zum Hauptgericht Servierte nennt sich allerdings “side dish”. Hier in diesem Lokal wird dann eben zum Hauptgericht ein Schriftstück serviert. Ob das schmeckt?

Das auf diesen Fehler hingewiesene Personal schien leider das Problem nicht zu verstehen.

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Vielen Dank für dieses Foto an Bettina Rittsteuer.

Momy, give me a bob

Momy, give me a bob
Donnerstag, Mai 5th, 2011

Der fleißige Übelsetzungs-Sammler FJS lebt derzeit in Korea und findet dort herrliche “Konglisch”-Beispiele. Oft ist es recht rätselhaft, wie die Texte entstehen. Praktischerweise liefert FJS Erklärungsversuche gleich mit.

Hier handelt es sich um das Schild eines Restaurants. Auf Koreanisch steht ungefähr drauf: Mama, Reis (=Bab) brauch. Also frei übersetzt: Mama, ich brauch einen Reis. Das ist natürlich für europäische Ohren ein kurioser Name für ein Restaurant, aber wir wollen ja nicht kleinkariert sein.

Im “Englischen” ergibt das dann: “Momy, give me a bob”. FJS vermutet, dass “Bab” (was “Essen” oder “Reis” heißt) zu “bob” mutiert ist.

Ich habe derzeit so richtig Hunger, aber nach “bob” gelüstet es mich eher weniger :)


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