Zum Brüllen ist diese Speisekarte eines einfachen Fischrestaurants im Hafen von Coquimbo, Chile. Die kulinarischen Höhenflüge halten sich hierzulande in Grenzen – und auch die in diesem Lokal konsumierte Meeresfrüchteplatte war alles andere als erbaulich.
Noch trauriger waren die Übersetzungen – hier ein paar Highlights: “crazy suck”. Klingt lecker, was? Im spanischen Original heißt das Gericht “chupe de locos”. “Chupe” ist eine dicke Fischsuppe, aber das Verb “chupar” heißt eben blöderweise auch “to suck”. Und “loco” ist ein ziemlich übelschmeckendes Meerestier namens Seeohren, auch Meerohren oder Abalone genannt. Das Problem: “Loco” gibt es auch als Adjektiv bzw. Substantiv und heißt eben “verrückt” bzw. “Verrückter”. Dadurch wird die Fischsuppe mit Meerohren zu einem “verrückten Sauger” (oder was weiß ich).
Und wie kommt “male to parmesan” zustande? Das Gericht heißt auf Spanisch “machas a la parmesana”, das ist eine Art Muschel mit Parmesan überbacken. Das ähnlich geschriebene Wort “macho” heißt “männliches Tier” und findet sich wohl deshalb als “male” in der “Übersetzung” wieder.
Wer da keinen Appetit kriegt …


