Kategorie: ‘Sonstiges’

Warum nicht? Die “Lehrmittelstelle” wird zum “shop”

Warum nicht? Die “Lehrmittelstelle” wird zum “shop”
Dienstag, Februar 23rd, 2010

Weil es so schön ist, gibt’s heute wieder ein Positivbeispiel. Im Hauptgebäude der Uni Wien am Ring gibt es ein kleines Geschäft, in dem frau hauptsächlich Schreibutensilien und ein paar Uni-Wien-T-Shirts kaufen kann und dazu die Dissertation vervielfältigen und binden lassen kann. In schönstem Amtsdeutsch heißt dieser Laden “Lehrmittelstelle”, was erstens in meinen Augen ein sehr dämliches Wort ist und zweitens inhaltlich nicht passt, weil es dort mitnichten Lehrbücher oder sonstiges Lehrmaterial zu kaufen gibt.

Wer auch immer dieses mühsame Schild ins Englische übersetzen musste, hat es sich leicht gemacht und “shop” hingeschrieben. Das trifft es inhaltlich und ich finde diese Lösung voll OK. An amerikanischen Unis heißen solche Geschäfte übrigens “bookstores”, wobei dort aber tatsächlich Lehrbücher, dutzende Artikel mit den Uni-Logo und Schreibmaterial verkauft werden.

Faulteuil für Faultiere

Faulteuil für Faultiere
Dienstag, Februar 2nd, 2010

In einem wirklich netten Lokal im 6. Wiener Bezirk kann man Tee trinken, Kleinigkeiten essen sowie Bücher und CDs kaufen. Seit Neuestem haben dort sogar die Möbel ein Preisschild – unter anderem dieses Sitzmöbel aus den 70er-Jahren. Es stammt aus dem Bundesrechenzentrum und wird als “Faulteuil” ausgewiesen. Schon klar, dass das französische Wort “fauteuil” einiges an Fehlerpotenzial birgt, aber in Zusammenhang mit einer Behörde stellt sich die Frage, ob es nicht doch ein unbewusster Seitenhieb auf den angeblich nicht ganz so ausgeprägten Fleiß in der öffentlichen Verwaltung war …

Die wohl schlechteste Dolmetschung der Welt

Samstag, Januar 23rd, 2010

Normalerweise widmet sich diese Website schlechten Übersetzungen, also der schriftlichen Form. Bekanntlich ist Dolmetschen “die andere Seite der Medaille”, also die mündliche Übertragung von einer Sprache in die andere. Heute bekam ich über UNIVERSITAS Austria, Berufsverband für Dolmetschen und Übersetzen, diesen Link einer grandios schlechten Dolmetschung zugeschickt. Ich möchte euch das natürlich nicht vorenthalten.

Es geht um einen Preis, der posthum an Michael Jackson in der Semperoper in Dresden verliehen wurde. Seine Schwester La Toya nimmt ihn im Namen ihres Bruders entgegen und spricht ein paar einfache Sätze. Der Mann, der das dolmetschen musste (oder wollte?), hat ganz klar vom Dolmetschen keine Ahnung, was sicher auch denjenigen auffallen wird, die mit dieser Profession nichts am Hut haben. Er übersetzt immer nur ein paar Satzfetzen, sagt nie ganze Sätze, versteht gewisse Sachen völlig falsch. Eine richtige Blamage. Aber warum sollte sich die Semperoper auch Profis fürs Dolmetschen leisten? Wahrscheinlich war nach den Sicherheitskräften für La Toya Jackson kein Geld mehr übrig und man dachte sich: Herr XY kann eh Englisch! Nehmen wir den!

Die andere Seite des Übersetzens

Die andere Seite des Übersetzens
Donnerstag, Dezember 31st, 2009

Zum Jahresabschluss kein Übersetzungsfehler, sondern mal eine völlig andere Seite des Übersetzens. Hier werden natürlich keine arbeitssuchenden Übersetzerinnen angesprochen, sondern die Möglichkeit angeboten, vom einen Donau-Ufer ins gegenüberliegende Orth an der Donau zu gelangen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen ein gutes “Übersetzen” ins neue Jahrzehnt!

Vielen herzlichen Dank für dieses geniale Foto an meine Kollegin Barbara Wolf!

Translating prohibited

Translating prohibited
Samstag, Dezember 19th, 2009

Na, wenn das keine starke Aussage ist! Lieber keine Übersetzung als eine schlechte Übersetzung?

Fragt sich nur, ob oberhalb der englischen Botschaft die Entsprechung von “translating prohibited” steht oder etwas völlig anderes. Kann wer weiterhelfen?

Dieses Foto stammt von “Eva the Weaver” auf www.flickr.com

Zum Vergrößern bitte auf Bild klicken.


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