Kategorie: ‘Sonstiges’

Be Careful of Bump Cobbra

Be Careful of Bump Cobbra
Donnerstag, Februar 17th, 2011

Laut meinem Informanten FJS steht auf diesem Schild in einem Buchladen in Changsha auf Chinesisch schlicht “Achtung, Kopfanhau-Gefahr”. Lustig, was dann im Englischen daraus wird. Da können wir nur froh sein, dass die dazugehörige Illustration eine deutliche Sprache spricht … nun, zumindest weitestgehend, denn eigentlich sollte die Figur ja ein trauriges Gesicht machen.

Vielen Dank für dieses herrliche Bild!

Die totale Verschleierung im Supermarkt

Die totale Verschleierung im Supermarkt
Donnerstag, September 30th, 2010

Heute wieder ein schönes Beispiel für gruselige Übersetzungen ins Englische in Korea. Hier gibt es klar Frischhaltedosen zu kaufen; im Englischen wird aber “cover up” feilgeboten, eine schöne Variation auf  “cover”, also “bedecken”. Blöderweise heißt halt “cover up” so etwas wie “verschleiern”, und das ist mit Sicherheit nicht gemeint.

Zum Vergrößern wie immer klicken.

Der feine Unterschied …

Der feine Unterschied …
Samstag, Juli 10th, 2010

… zwischen einer mittelmäßigen und einer richtig gelungenen Übersetzung zeigt sich hier am Beispiel des Tennisschläger-Herstellers Wilson. Auf meinem neuen Schläger (vielen lieben Dank an mein Schwesterherz!) prangt eine Information in mehreren Sprachen.  Der englische Text klingt so richtig gut: “Number 1 in Tennis. Wilson is the #1 name in tennis, because we design rackets that improve the way you play. For almost 100 years, our reputation for quality and innovation has been unmatched. Play Wilson. The right equipment does make a difference.”

Weniger überzeugend wird es im Deutschen, wo schon in der Überschrift der bestimmte Artikel fehlt: “Nummer 1 im Tennis”. Während im Englischen von knapp 100 Jahren die Rede ist, lesen wir bei den Übersetzungen von “mehr als” (anstatt “über”) 94 Jahren. Kommt zwar aufs Gleiche raus, ist aber ein wenig irritierend. “Wilson ist die erste Adresse” im Tennis klingt holprig, weil sich diese Formulierung in der Regel auf eine tatsächliche Adresse, also einen Laden o. Ä. bezieht.  “… unser Ansehen für Qualität und Innovation [ist] unvergleichlich” ist viel zu direkt übersetzt und nicht wirklich Deutsch. “Spiel Wilson” irritiert auch, weil die Leserin im ersten Satz gesiezt wird (wie in den meisten deutschsprachigen Werbetexten üblich). “Das richtige Equipment macht den Unterschied” überzeugt mich auch überhaupt nicht.

Schade, dass so eine große Firma übersetzungstechnisch nichts Besseres hinkriegt. Die echte Nummer 1 würde sich anders lesen. Aber immerhin ist der Schläger toll.

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Begin to 2010

Begin to 2010
Montag, Juni 28th, 2010

Äußerst rätselhaft präsentieren sich die offiziellen Fan-T-Shirts der koreanischen (südkoreanischen, wohlgemerkt) Nationalmannschaft. “Begin to 2010″? Keine Ahnung, was das heißen soll. 2010 starten wir durch? It all begins in 2010? Countdown to 2010? Sonstwas?

So oder so war im Achtelfinale gegen Uruguay Endstation, sprachliches Eigentor hin oder her. Den Spielern wird’s herzlich egal sein.

Vielen Dank auch diesmal an FJS und dessen ergiebigen Fundus!

Englisches Eigentor in Salzburg

Englisches Eigentor in Salzburg
Freitag, Mai 21st, 2010

Schlechte Übersetzungen sind in erster Linie peinlich. Besonders peinlich sind sie bei einer Einrichtung, die mit “native English speakers” wirbt – so wie bei diesem englischsprachigen Kindergarten in Salzburg namens “English Play Corner”. Der Flyer, der meiner Schwester in Salzburg in die Hand gedrückt wurde, enthält relativ wenig Text, dafür aber umso mehr richtig grausame Fehler. Hier wurde Wort für Wort aus dem Deutschen übersetzt – von Leuten, die weder Englisch noch übersetzen können bzw. nicht mal die Basics der englischen Grammatik beherrschen. Highlight: “through small number’s [sic] in each group, we are able to offer a high standard of individual care.” Das ist deutscher Stil, deutscher Satzbau, gespickt mit willkürlich ausgewählten englischen Vokabeln. Grauenhaft.

Bleibt nur zu hoffen, dass den armen Kleinen dann vor Ort etwas anderes als dieser Kauderwelsch beigebracht wird. Ansonsten sehe ich schon die nächste Generation von “Everybody can English”-SprecherInnen heranwachsen.


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