Kategorie: ‘Sonstiges’

Lieber mein Prinz

Lieber mein Prinz
Sonntag, April 11th, 2010

Die Syntax kann wirklich ein schwieriges Unterfangen sein – oft besteht eine 50-50-Chance, sie richtig hinzubekommen. Hier wurde leider die falsche Möglichkeit gewählt. Anstatt dem richtigen “My dear prince/princess” prangt auf dieser Valentinstag-Verpackung (für den koreanischen “white day”) das unvergleichliche “Dear my prince/princess”.

Gesehen von FJS bei “Tous Les Jours”, einer großen Bäckerei- und Patisserie-Kette in Korea.

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Wenn der Kurs zur Klasse wird

Wenn der Kurs zur Klasse wird
Donnerstag, April 8th, 2010

Ein sehr schönes Beispiel für eine misslungene Englisch-Deutsch-Übersetzung habe ich kürzlich in der Tageszeitung “Die Presse” gefunden, was wieder mal beweist, dass mitnichten “eh jede/r” vom Englischen ins Deutsche übersetzen kann. Es handelt sich um ein ursprünglich auf Englisch durchgeführtes Interview mit einem Amerikaner, der im arabischen Raum als Schüler Koranschulen besucht hat. Dauernd ist im Interview von “Klassen” die Rede: “In einigen Schulen gab es Klassen um acht” oder “kann man dort den ganzen Tag Klassen besuchen” usw.

Ganz klar eine schiefe Übersetzung von “classes”, was in diesem Kontext “Kurse” oder “Lehreinheiten” oder so sind. Eine Klasse ist im Deutschen im organisatorischen Sinne ein Schulgrad (”Sie geht in die 2. Klasse Gymnasium”) oder eine Einheit von Schülerinnen und Schüler: “Die Klasse 1C hat ihr Klassenzimmer vorne rechts”.

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A pair of jean in Korea

A pair of jean in Korea
Montag, März 22nd, 2010

Wie wir schon oft gesehen haben, kann ein falscher Buchstabe einen großen Unterschied machen. Hier ist es nicht so schlimm, aber gerade dieser Fehler ist so bedauerlich wie vermeidbar. Anders als im Deutschen, wo “meine Jean” im Singular zumindest in Österreich in Verwendung ist, verwendet frau im Englischen immer den Plural, wenn sie von der Hose spricht: “my jeans”.

Der “special washing process” klingt auch ein wenig holprig, wir wollen aber mal nicht kleinlich sein.

Gesehen vom fleißigen Übelsetzungs-Sammler FJS im Kaufhaus “Lotte”, einer großen Kette in Korea.

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Warum nicht? Die “Lehrmittelstelle” wird zum “shop”

Warum nicht? Die “Lehrmittelstelle” wird zum “shop”
Dienstag, Februar 23rd, 2010

Weil es so schön ist, gibt’s heute wieder ein Positivbeispiel. Im Hauptgebäude der Uni Wien am Ring gibt es ein kleines Geschäft, in dem frau hauptsächlich Schreibutensilien und ein paar Uni-Wien-T-Shirts kaufen kann und dazu die Dissertation vervielfältigen und binden lassen kann. In schönstem Amtsdeutsch heißt dieser Laden “Lehrmittelstelle”, was erstens in meinen Augen ein sehr dämliches Wort ist und zweitens inhaltlich nicht passt, weil es dort mitnichten Lehrbücher oder sonstiges Lehrmaterial zu kaufen gibt.

Wer auch immer dieses mühsame Schild ins Englische übersetzen musste, hat es sich leicht gemacht und “shop” hingeschrieben. Das trifft es inhaltlich und ich finde diese Lösung voll OK. An amerikanischen Unis heißen solche Geschäfte übrigens “bookstores”, wobei dort aber tatsächlich Lehrbücher, dutzende Artikel mit den Uni-Logo und Schreibmaterial verkauft werden.

Faulteuil für Faultiere

Faulteuil für Faultiere
Dienstag, Februar 2nd, 2010

In einem wirklich netten Lokal im 6. Wiener Bezirk kann man Tee trinken, Kleinigkeiten essen sowie Bücher und CDs kaufen. Seit Neuestem haben dort sogar die Möbel ein Preisschild – unter anderem dieses Sitzmöbel aus den 70er-Jahren. Es stammt aus dem Bundesrechenzentrum und wird als “Faulteuil” ausgewiesen. Schon klar, dass das französische Wort “fauteuil” einiges an Fehlerpotenzial birgt, aber in Zusammenhang mit einer Behörde stellt sich die Frage, ob es nicht doch ein unbewusster Seitenhieb auf den angeblich nicht ganz so ausgeprägten Fleiß in der öffentlichen Verwaltung war …


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