Normalerweise widmet sich diese Website schlechten Übersetzungen, also der schriftlichen Form. Bekanntlich ist Dolmetschen “die andere Seite der Medaille”, also die mündliche Übertragung von einer Sprache in die andere. Heute bekam ich über UNIVERSITAS Austria, Berufsverband für Dolmetschen und Übersetzen, diesen Link einer grandios schlechten Dolmetschung zugeschickt. Ich möchte euch das natürlich nicht vorenthalten.
Es geht um einen Preis, der posthum an Michael Jackson in der Semperoper in Dresden verliehen wurde. Seine Schwester La Toya nimmt ihn im Namen ihres Bruders entgegen und spricht ein paar einfache Sätze. Der Mann, der das dolmetschen musste (oder wollte?), hat ganz klar vom Dolmetschen keine Ahnung, was sicher auch denjenigen auffallen wird, die mit dieser Profession nichts am Hut haben. Er übersetzt immer nur ein paar Satzfetzen, sagt nie ganze Sätze, versteht gewisse Sachen völlig falsch. Eine richtige Blamage. Aber warum sollte sich die Semperoper auch Profis fürs Dolmetschen leisten? Wahrscheinlich war nach den Sicherheitskräften für La Toya Jackson kein Geld mehr übrig und man dachte sich: Herr XY kann eh Englisch! Nehmen wir den!


