Kategorie: ‘Sonstiges’

Der leidige Genitiv…

Der leidige Genitiv…
Freitag, April 24th, 2009

Während oft der Dativ dem Genitiv sein Tod ist, wird Letzterer, sofern er denn verwendet wird, oft jämmerlich missbraucht. Im Englischen wird beim zweiten Fall einfach ein -s ans Substantiv drangehängt, abgetrennt mit einem Apostroph. Im Plural kommt der Apostroph hinter das Plural-s. Klingt einfach, scheint aber kaum jemandem einzuleuchten, wie dieses schöne Beispiel eindringlich beweist.

Vielen Dank an Nicole Matatko.

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Telering: unschlagbar blöde Übersetzung

Telering: unschlagbar blöde Übersetzung
Donnerstag, Februar 26th, 2009

Der österreichische Handynetbetreiber Telering gibt sich neuerdings in einer Annonce in der Tageszeitung “Der Standard” recht international. Die Idee ist kurios, aber nicht schlecht. Das Problem: Die Übersetzung ist zum Teil miserabel.

Irgendwer mäßig Schlauer dachte sich da wohl: “Nur 5 Euro Monatsgebühr” heißt auf Englisch “Only 5 Euros monthly fee”.  Tja, das funktioniert so leider nicht. Korrekt wäre z.B. “Monthly fee just 5 euro”. “Euro” schreibt man auf Englisch wohlgemerkt klein.

Den Vogel schießt die wortwörtliche Übersetzung von “unschlagbar günstig” ab – “unbeatably cheap”. Zwar gibt es natürlich die Wörter “unbeatable” und “cheap”, aber die Konstruktion “unbeatably cheap” sagt kein Mensch, der der Englischen mächtig ist.  Das sind eben die Feinheiten, die meistens nur echte Sprachprofis wissen. Die analoge Konstruktion “incredibly cheap” wird verwendet, “unbeatably cheap” eben nicht.

“From 4 Cents per minute” ist auch eine mittlere Katastrophe. In korrektem Englisch hieße das “Starting at 4 cents per minute”.

Den Rest unten in der Annonce kann man weitestgehend so lassen.

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Wenn eine Absage die schlimmstmögliche Info ist…

Wenn eine Absage die schlimmstmögliche Info ist…
Montag, Februar 23rd, 2009

Dieses Schild wurde in einer großen österreichischen Bank gesichtet: Es geht dabei um die Absage einer Sitzung des Betriebsrates. Vielleicht ist so eine Absage im übertragenen Sinne tatsächlich die “schlimmste Info”, wie die englische Übersetzung rückübersetzt lautet. Oder vielleicht war einfach die korrekte Übersetzung, nämlich “cancellation”, nicht griffbereit?

So oder so ist allerdings davon auszugehen, dass bei einer österreichischen Firma, bei der die Firmensprache Deutsch ist, alle Beteiligten des Deutschen mächtig sind und weder holprige noch gelungene Übersetzungen benötigen. Auf jeden Fall: nice try!

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Rette sich, wer kann!

Rette sich, wer kann!
Donnerstag, November 27th, 2008

Noch viel bedrohlicher als eventuelle Gefahren, vor denen dieser Schlüsselanhänger mit akustischem Signal schützen soll, ist die begleitende Bedienungsanleitung. Rette sich, wer kann!

Besten Dank an Elisabeth Holub für diesen “Leckerbissen”.

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Abfahrtszeiten und tatsächliche Abfahrtszeiten

Abfahrtszeiten und tatsächliche Abfahrtszeiten
Dienstag, Juli 1st, 2008

Bestechende Ehrlichkeit bei der Österreichischen Bahn: Auf den Tafeln in allen Bahnhöfen ist von “actual time” die Rede – wörtlich “tatsächliche Uhrzeit” (gemeint sind allerdings die Abfahrszeiten). Was nach bestechender Ehrlichkeit klingt, ist sicher nicht so gemeint. Da sieht frau wieder, dass längst nicht jeder gut genug Englisch kann, um auch zu übersetzen. “Aktuell” heißt nun mal nicht “actual”, sondern “current” (was aber hier auch komisch klingen würde). Am besten wäre wohl eine Lösung mit “delayed” plus der neuen Abfahrtszeit.


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