Kategorie: ‘Tourismus’

Placing clocks before 1 hour

Placing clocks before 1 hour
Montag, April 19th, 2010

Auch wenn dieses Hotel in München nicht in die klassische Falle getappt ist, “Sommerzeit” mit “summer time” zu übersetzen (korrekt ist ja bekanntlich “daylight saving(s) time”, wobei sich in UK anscheinend “summer time” auch in juristischen Texten durchgesetzt hat), hat es die inhaltliche Beschreibung dieses Vorgangs in sich: “… the clocks will be placed before by one hour”. Das ist für Nur-Englischsprachige recht kryptisch, da “place” meistens physisch gemeint ist, im Sinne von “platzieren”, “irgendwas irgendwo hinstellen”.  Richtig wäre “will be advanced by one hour” oder “adjusted forward one hour” oder so.

Wie dem auch sei: willkommen in der Sommerzeit!

Vielen Dank an Franziska Riedler für diese Einsendung.

Wer hat Lust auf Shoppingmachen?

Wer hat Lust auf Shoppingmachen?
Dienstag, März 9th, 2010

Garantierte Lacher gibt es immer dann, wenn man einen aus einer Sprache entlehnten Begriff aus einer zweiten Sprache in eine dritte Sprache mehr oder weniger wörtlich übersetzt. So wurde hier aus dem englischen “shopping” im Französischen “faire du shopping”, was dann im Deutschen wiederum “Shopping machen” ergab. Besonders pikant in diesem Fall ist auch die Assoziation zu “Pipi machen”, die sich einem förmlich aufdrängt. Zwar ist es von dem einem zum anderen nicht wirklich weit, aber ob das die Leute wirklich dazu bringt, ihren Urlaub über das Portal zu buchen, bleibt zu bezweifeln.

Herzlichen Dank an Martina Koppelwieser für Text und Bild.

Dieser Leckerbissen stammt übrigens von der Website www.viaeuropa.com

Weitere folgen in Bälde hier auf der Website.

Weibliche und männliche Toiletten in Dubai

Weibliche und männliche Toiletten in Dubai
Montag, März 1st, 2010

In Dubai hat frau/man die Wahl, ob sie/er lieber die weibliche oder die männliche Toilette aufsuchen möchte. Ich persönlich gehe am allerliebsten auf die Damentoilette (in den USA üblicherweise mit ladies’ restroom bezeichnet oder aber einfach nur mit ladies), aber ich möchte nicht kleinlich sein. Vorhin beim Surfen fand ich übrigens ein Foto einer britischen Damentoilette, auf der ebenso female toilet stand. Insgesamt erscheint mir diese Formulierung aber eher ungewöhnlich.

Wer danach noch ein anderes Bedürfnis hat und dabei die hartnäckige westeuropäische Abneigung gegen Geschlechtertrennung (die in der Regel mit einer Benachteiligung der Frauen einhergeht) über Bord werfen möchte, kann ja dann gleich in den weiblichen bzw. männlichen Gebetsraum wechseln.

Gefunden von FJS in Dubai – vielen Dank dafür.

Zum Vergrößern bitte wie immer aufs Bild klicken.

Kostenlose Zimmer: ein Klassiker

Kostenlose Zimmer: ein Klassiker
Montag, Februar 22nd, 2010

Bevor die Leutchen der Pension Ani in der Wiener Kinderspitalgasse gestürmt werden, gleich mal eine Entwarnung: Bei den “kostenlosen Zimmern” handelt es sich um einen Klassiker der Deutsch-Englisch-Übelsetzung. “Free” hat eine Menge Bedeutungen im Englischen (mein Wörterbuch listet 35 auf), aber in Kombination mit “room” würde es eben “kostenloses Zimmer” heißen. Vermutlich nicht ganz im Sinne der Betreiberin. Die Zimmer sind zwar vergleichsweise günstig, aber keineswegs gratis.

Wer sich aber durch die Website www.freerooms.at klickt, den wundert gar nichts mehr …

Die gängige Formulierung, etwa auf Schildern vor Hotels, lautet übrigens “rooms available”.

Zum Vergrößern wie immer klicken.

Aus Flur mach floor

Aus Flur mach floor
Dienstag, Februar 9th, 2010

Hier wieder einmal eines der schönen Beispiele, wie Übersetzen garantiert nicht funktioniert: durch phonetische Ähnlichkeit. Nur weil “floor” ähnlich klingt wie “Flur”, heißt es noch lange nicht, dass das englische Wort dem deutschen inhaltlich entspricht. Denkste: “Floor” heißt (unter anderem) “Stock” oder “Etage”, während “Flur” auf Englisch “hallway” heißt. Korrekt wäre also z. B.: “No smoking in the hallway”.

Gefunden wurde diese Übelsetzung von FSJ, ausgerechnet im Gästehaus der Uni Karlsruhe.


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