Positivbeispiel aus der Therme Loipersdorf

21.02.2010 von Dagmar Jenner

Ja, die Welt ist voller schlechter Übersetzungen! Allerdings bemühen sich professionelle Übersetzerinnen wie ich selbst stets darum, diese Welt auch mit gelungenen Übersetzungen zu bevölkern. Deshalb poste ich heute mal ein Positivbeispiel, mit Sicherheit von einer professionellen Kollegin erdacht.

Als mein Blick in der Therme Loipersdorf auf ein Schild mit der Aufschrift “Textilbereich” fiel, verstand ich einfach nur Bahnhof. Ist das hier nun eine Therme oder ein Textilien-Laden?, fragte ich mich. Dann aber sah ich die englische Übersetzung: “swimsuit area” stand da – wodurch mir klar wurde, dass im “Textilbereich” Badekleidung getragen werden muss. Ist das nicht ein schönes Beispiel, wie die Übersetzung beim Verständnis des ursprünglichen Textes behilflich sein kann?

1 Kommentar für “Positivbeispiel aus der Therme Loipersdorf”

  1. Michael Wetzel sagt:

    Als Ami muss ich eigentlich das Gegenteil behaupten: FKK ist eine sehr deutsche Sache – in Österreich ist es aber vielleicht doch anders? Als Wahl-Berliner sind mir die Sache sowie der Terminus “Textilstrand”/ “Textilbereich” geläufig. In den USA dagegen gibt es kein “Swimsuit area”, weil es nur äußerst selten ein “Nude Beach” gibt.

    Amis werden die Aussage “Swimsuit area” gar nicht einordnen können und werden sie einfach übersehen. Sie bräuchten so was wie “Non-Nudist Area”. Ich vermute, dass das auch für die meisten Briten, Iren, und Nichtmuttersprachler auch zutrifft.

    Übrigens: Vielen Dank für die sehr unterhaltsame Seite.

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