Apostrophitis in der Wiener Hofburg

Apostrophitis in der Wiener Hofburg
27.03.2009 von Dagmar Jenner

Ein Deppenapostroph in vollendeter Form. Alles, was irgendwie ausländisch klingt, wird heutzutage im Plural mit einem Apostroph + s versehen. Das Problem: Das ist auch in anderen Sprachen falsch, wie hier im Französischen. Dort heißt es schlicht und ergreifend “souvenirs”. Wobei es beim Lehnwort natürlich egal ist, wie man in der jeweiligen Fremdsprache den Plural bildet. Im Deutschen hängt man einfach ein s hintendran. Ganz einfach…eigentlich.

Zu bewundern ist dieses Schild in der Passage der Hofburg, also quasi an erster Wiener Adresse.

Vielen Dank für dieses Foto an Nicole Matatko.

Kein Benzin im Kühlfach

Kein Benzin im Kühlfach
22.03.2009 von Dagmar Jenner

Stimmt schon, dass “Wasser ohne Kohlensäure” auf Mallorca und in anderen spanischsprachigen Gefilden “agua sin gas” genannt wird. Nur: Was im Spanischen funktioniert, kann im Englischen megaverkehrt sein. Denn wer will denn schon Evian, mit oder ohne Gas, trinken? Oder, noch schlimmer, für unsere amerikanischen TouristInnen: ohne Benzin?

Beim Personal deutschsprachiger Fluglinien hat es sich zumindest schon rumgesprochen, dass “Wasser ohne Kohlensäure” auf Englisch “non-sparkling water” heißt.

Gesichtet wurde dieses Schild übrigens im Sisi-Museum in der Wiener Hofburg.

The People Is Welcome You

The People Is Welcome You
22.03.2009 von Dagmar Jenner

Dieses denkwürdige Schild wurde von FJS in Yingxian, China, gesichtet. Sein Tipp betreffend die Bedeutung des Schildes: “Willkommen in der Stadt mit der berühmten Holzpagode”. Mag sein – auf jeden Fall: nice try! Und alles, was mit “welcome” zu tun hat, ist ja schon mal grundsätzlich sympathisch.

Zum Vergrößern einfach auf das Foto klicken.

Bügeleisen zum Messerschärfen

Bügeleisen zum Messerschärfen
22.03.2009 von Dagmar Jenner

Wenig hilfreich sind die Gästeinformationen in diesem Hotel in Chamonix: Unter der Überschrift “Sharpening” ist von Bügeleisen (das eigentlich korrekt “iron” und nicht “ironer” heißt) und von Bügelbrett die Rede. Was das allerdings mit dem in der Überschrift erwähnten “Schärfen” zu tun hat, weiß wohl nur die Hoteldirektion…

Vielen Dank für diesen Beitrag an FJS.

Untengeldliches Arbeiten für die Reibungslose Durchführung

Untengeldliches Arbeiten für die Reibungslose Durchführung
18.03.2009 von Dagmar Jenner

Abgesehen davon, dass es völlig inakzeptabel ist, dass eine renommierte Gewürzfirma wie Kotányi DolmetscherInnen sucht, die ihre äußerst komplexe Dienstleistung kostenlos erbringen – vorindustrielles Motto: Arbeit gegen Essen -, können diese Leute nicht rechtschreiben.

Das harmlose Adjektiv “reibungslos” schreibt sich bei Kotányi groß und “unentgeltlich” verwandelt sich in “untengeldlich”. Und dann suchen sie auch noch “Übersetzter”, was sowohl rechtschreibtechnisch als auch inhaltlich falsch ist.

Fazit: Kotányi sollte sich schämen, sowohl dieses absolut unwürdigen Inserats als auch der sprachlichen Inkompetenz, die die Firma nach außen trägt.

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