Viel Spaß mit der Xbox!

Viel Spaß mit der Xbox!
11.02.2010 von Dagmar Jenner

Wer sich eine Xbox anschafft, beim Onlinestellen derselben auf Probleme stößt, sich bei deren Lösung auf die Support-Seite von Microsoft verlässt, ist leider verlassen: Wie der Weltkonzern Microsoft oben auf ebendieser Seite hinweist, sind diese “Übersetzungen”  maschinell erstellt. Genau so lesen sie sich auch. Kostprobe:

Dieser Artikel beschreibt, wie Sie neu starten (oder “Energie Zyklus”) Hause Netzwerkhardware. Wenn Sie Probleme beim Herstellen einer Verbindung mit Xbox LIVE sind, möglicherweise einen Neustart der Netzwerkhardware das Speicherproblem lässt.

Wenig überraschend ist die Xbox der Einsenderin dieser “Übelsetzung” noch immer nicht online.

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Aus Flur mach floor

Aus Flur mach floor
09.02.2010 von Dagmar Jenner

Hier wieder einmal eines der schönen Beispiele, wie Übersetzen garantiert nicht funktioniert: durch phonetische Ähnlichkeit. Nur weil “floor” ähnlich klingt wie “Flur”, heißt es noch lange nicht, dass das englische Wort dem deutschen inhaltlich entspricht. Denkste: “Floor” heißt (unter anderem) “Stock” oder “Etage”, während “Flur” auf Englisch “hallway” heißt. Korrekt wäre also z. B.: “No smoking in the hallway”.

Gefunden wurde diese Übelsetzung von FSJ, ausgerechnet im Gästehaus der Uni Karlsruhe.

Faulteuil für Faultiere

Faulteuil für Faultiere
02.02.2010 von Dagmar Jenner

In einem wirklich netten Lokal im 6. Wiener Bezirk kann man Tee trinken, Kleinigkeiten essen sowie Bücher und CDs kaufen. Seit Neuestem haben dort sogar die Möbel ein Preisschild – unter anderem dieses Sitzmöbel aus den 70er-Jahren. Es stammt aus dem Bundesrechenzentrum und wird als “Faulteuil” ausgewiesen. Schon klar, dass das französische Wort “fauteuil” einiges an Fehlerpotenzial birgt, aber in Zusammenhang mit einer Behörde stellt sich die Frage, ob es nicht doch ein unbewusster Seitenhieb auf den angeblich nicht ganz so ausgeprägten Fleiß in der öffentlichen Verwaltung war …

Aus Tierhaushalt mach animal budget!

Aus Tierhaushalt mach animal budget!
01.02.2010 von Dagmar Jenner

Als mir dieses Trauerspiel per Mail ausschließlich in der “englischen” Fassung geliefert wurde, verstand ich ehrlich gesagt Bahnhof. Erst, als ich den gesamten Text inklusive deutschem Ausgangstext sah, war mir klar, wie hier vorgegangen wurde:

Auf eBay verkauft jemand Bücher in gutem Zustand und weist darauf hin, dass es sich bei ihr oder ihm um einen NichtraucherInnen-Haushalt und um einen Haushalt ohne Tiere handelt.

Und als es dann darum ging, diese Zeilen ins Englische zu übersetzen, war die Vorgangsweise klar: Man nehme LEO, tippe die einzelnen Wörter der Zusammensetzung “Tierhaushalt” ins Suchfeld ein, nehme jeweils das erste Ergebnis – und fertig ist die Katastrophe! So wurde aus “Tierhaushalt” eben “animal budget”. Das Wort “budget” für “Haushalt” stimmt sehr wohl, allerdings nur in finanziellem Sinne. Ich kann es gar nicht oft genug predigen: Kontext, Kontext, Kontext!

Vielen Dank an Birgit Lehner.

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Die wohl schlechteste Dolmetschung der Welt

23.01.2010 von Dagmar Jenner

Normalerweise widmet sich diese Website schlechten Übersetzungen, also der schriftlichen Form. Bekanntlich ist Dolmetschen “die andere Seite der Medaille”, also die mündliche Übertragung von einer Sprache in die andere. Heute bekam ich über UNIVERSITAS Austria, Berufsverband für Dolmetschen und Übersetzen, diesen Link einer grandios schlechten Dolmetschung zugeschickt. Ich möchte euch das natürlich nicht vorenthalten.

Es geht um einen Preis, der posthum an Michael Jackson in der Semperoper in Dresden verliehen wurde. Seine Schwester La Toya nimmt ihn im Namen ihres Bruders entgegen und spricht ein paar einfache Sätze. Der Mann, der das dolmetschen musste (oder wollte?), hat ganz klar vom Dolmetschen keine Ahnung, was sicher auch denjenigen auffallen wird, die mit dieser Profession nichts am Hut haben. Er übersetzt immer nur ein paar Satzfetzen, sagt nie ganze Sätze, versteht gewisse Sachen völlig falsch. Eine richtige Blamage. Aber warum sollte sich die Semperoper auch Profis fürs Dolmetschen leisten? Wahrscheinlich war nach den Sicherheitskräften für La Toya Jackson kein Geld mehr übrig und man dachte sich: Herr XY kann eh Englisch! Nehmen wir den!


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