Warum nicht? Die “Lehrmittelstelle” wird zum “shop”
Weil es so schön ist, gibt’s heute wieder ein Positivbeispiel. Im Hauptgebäude der Uni Wien am Ring gibt es ein kleines Geschäft, in dem frau hauptsächlich Schreibutensilien und ein paar Uni-Wien-T-Shirts kaufen kann und dazu die Dissertation vervielfältigen und binden lassen kann. In schönstem Amtsdeutsch heißt dieser Laden “Lehrmittelstelle”, was erstens in meinen Augen ein sehr dämliches Wort ist und zweitens inhaltlich nicht passt, weil es dort mitnichten Lehrbücher oder sonstiges Lehrmaterial zu kaufen gibt.
Wer auch immer dieses mühsame Schild ins Englische übersetzen musste, hat es sich leicht gemacht und “shop” hingeschrieben. Das trifft es inhaltlich und ich finde diese Lösung voll OK. An amerikanischen Unis heißen solche Geschäfte übrigens “bookstores”, wobei dort aber tatsächlich Lehrbücher, dutzende Artikel mit den Uni-Logo und Schreibmaterial verkauft werden.


